Hilfe die ankommt: Für die Ärmsten der Armen.
Wir unterstützen seit über 25 Jahren in Weißrussland (Belarus) und Litauen

Obwohl die Not in Litauen und in Weißrussland groß ist, so müssen wir unsere Unterstützung doch auf einige wenige Einrichtungen beschränken. So kommt einerseits „genug“ an, um wirklich nützlich zu sein und andererseits bleibt die persönliche Bindung mit den Repräsentanten sowie den Geförderten erhalten.

Litauen

Seit 2005 ist Litauen ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Dennoch treffen wir auch heute nach wie vor noch auf vielfältige Probleme und menschliche Schicksale im Land. Unsere Unterstützung erfolgt schwerpunktmäßig in der Region Marijampole, der Partnerstadt von Bergisch Gladbach. Aber auch in anderen Regionen setzen wir uns für die Bedürftigen mit ein.

Bistumscaritas Vilkaviskis in Marijampole

Die Bistumscaritas in unserer Partnerstadt wird gerne von uns unterstützt, da die Vertreter vor Ort sehr genau wissen, was genau wo an Hilfe benötigt wird. Zum einen verteilen sie Kleidung über die Kleiderkammer der Caritas, zum anderen lenken sie immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf Menschen, die besondere Hilfsbedürfnisse haben. Auch hier helfen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gerne.

Seit dem Sommer 2017 hat die Bistumscaritas durch uns die Möglichkeit bekommen 55 elektrische Pflegebetten in der Region an Familien zu verleihen. Sobald ein Bett nicht mehr benötigt wird, kommt es zurück ins Lager, wird desinfiziert und ggf. repariert und kommt dann bei der nächsten Familie wieder zum Einsatz.

„Ziniukas“-Kindertageszentrum

In diesem Haus der Bistumscaritas in Kalvarija werden rund 30 Kinder nach der Schule betreut. Mit unserer Hilfe konnte ein Sponsor für den Erwerb des Hauses gefunden werden. Durch eine Crowdfunding Aktion in Zusammenarbeit mit der Pax-Bank konnten wir mehrere Kühl- und Gefrierschränke finanzieren.

Im Rahmen unserer Transporte unterstützen wir weiterhin mit Schulmaterialien, Hygieneartikeln, Spielzeug und der ein oder anderen Süßigkeit.

Pfarrgemeinde St. Kirche der Kreuzerhöhung in Gelgaudiškis

Gelgaudiškis gehört mit seinen ca. 1.550 Einwohnern zum Bezirk Marijampole und befindet sich etwa 75 km nordwestlich von Marijampole. Das Jahr 1504 gilt als Gründungsdatum für Gelgaudiškis. Das Besondere in Gelgaudiškis ist das Herrenhaus. Es ist ein einstöckiges Gebäude im neoklassizistischen Stil.

1578 wurde in Gelgaudiškis die erste Holzkirche gebaut. Als diese Kirche zusammenbrach, wurde 1691 eine zweite Kirche, ebenfalls eine Holzkirche gebaut. Im selben Jahr wurde diese zur Pfarrkirche und stand bis 1789. In diesem Jahr wurde die dritte Kirche gebaut, die wiederum 1864 niederbrannte.

In den Jahren 1866-1868 wurde die jetzige neugotische Backsteinkirche in Gelgaudiškis erbaut: St. Kirche der Kreuzerhöhung. Sie ist rechteckig im Grundriss, ein Turm mit drei Türmen, einer Apsis und einer Sakristei. Die Glocke wurde 1695 gegossen.

Die Pfarrgemeinde in Gelgaudiškis gehört zur Diözese Vilkaviškis. Seit dem Sommer 2019 ist Pfarrer Arvydas Liepa Pfarrer in der Gemeinde.

Im Oktober 2019 besuchte eine Delegation des Vereins Pfarrer Arvydas Liepa in Gelgaudiškis und verschaffte sich einen ersten Überblick über die derzeitige Situation in der Pfarrgemeinde. Die Vereinsmitglieder erkannten vor Ort schnell die ärmlichen und angespannten finanziellen Verhältnisse. Daraufhin beschloss der Vorstand unseres Vereins Pfarrer Arvydas Liepa und seine Pfarrgemeinde zukünftig durch verschiedene Projekte zu unterstützen. Unter anderem gehört dazu auch das sonderpädagogische Zentrum „Die Quelle“ in Gelgaudiškis.

Pfarrer Arvydas Liepa war zuvor über 20 Jahre lang Pfarrer in der Pfarrgemeinde Sasnava bei Marijampole und in Marijampole selber Direktor der Bistumscaritas der Diözese Vilkaviškis. Auch dort unterstützte der Verein bereits mit zahlreichen Projekten.

St. Kirche der Kreuzerhöhung
St. Kirche der Kreuzerhöhung
Herrenhaus in Gelgaudiškis
Hilfsgüter bei Pfarrer Arvydas entladen
Bürgermeister und Pfarrer Arvydas Liepa
St. Kirche der Kreuzerhöhung
St. Kirche der Kreuzerhöhung

Integratives Schulzentrum in Marijampole

In der Schule „Žiburėlio mokykla-daugiafunkcis centras“ in Marijampole lernen ca. 200 Schüler, davon etwa 100 Kinder mit leichter und schwerer Behinderung. Von uns erhalten sie Kleidung, Spiel- und Bastelmaterialien, Lebensmittel sowie Hygieneartikel (u.a. Zahnpasta und -bürsten, Seife und Windeln) als Unterstützung.

Sonderpädagogisches Zentrum „Die Quelle“ in Gelgaudiškis

Die Bestimmung des Zentrums ist es, Kinder aus ganz Litauen mit hohem und sehr hohem sonderpädagogischem Bedarf zu behandeln, sowie die Vorschulerziehung für Kinder mit unterschiedlichen Entwicklungsstörungen und anderen Behinderungen zu gewährleisten. Nicht zuletzt ist im Zentrum eine soziale Tagesbetreuung für Erwachsene integriert.

Ziel ist es, dass die Betreuten nach und nach die notwendigen Kompetenzen erwerben, um sich erfolgreich in die Gesellschaft einzugliedern.

Im Zentrum arbeiten aktuell 25 Personen: Zwei Psychologen, ein Sozialpädagoge, elf Sonderpädagogen sowie weitere Erzieher. Verwaltungsaufgaben werden von diesen Personen mit übernommen.

Derzeit werden 79 Kinder und junge Erwachsene (bis 21 Jahre) in Gelgaudiškis unterstützt.

Weißrussland

Der Staat Weißrussland schließt sich an die Ostgrenze Polens an. Unser Engagement beschränkt sich auf die Region Grodno, einen von sieben Verwaltungsbezirken des Landes. Die 300.000 Einwohner Stadt Grodno war aufgrund persönlicher Kontakte im Jahr 1994 der erste Anlaufpunkt für unsere Hilfe. Seither sind wir eng freundschaftlich mit dem dortigen Priesterseminar und der Bistumscaritas verbunden.

Bau eines Altenheims in Sopotskin

Das Projekt „Bau des Seniorenheimes“ ist gestützt auf die Analyse der gesellschaftlichen Situation und ist auf die Bedürfnisse der Gesellschaft entstanden, die im Gebiet Grodno lebt. Wegen des fortgeschrittenen Alterns der Gesellschaft steigt jedes Jahr das Bedürfnis nach Vormundschaft und einem Aufenthaltsplatz für ältere Menschen an. Laut den statistischen Angaben ist jeder vierte Einwohner in Grodno ab 65 Jahren alt. Insgesamt leben im Gebiet 286 000 Menschen im fortgeschrittenen Alter. Das beträgt 16,3% von der ganzen Bevölkerung. Über das Älterwerden der Bevölkerung im Gebiet Grodno zeugt der Anstieg der Lebenserwartung. Nach den Angaben der staatlichen Statistik ist die Lebenserwartung der Einwohner in Grodno seit 2011 von 67,7 bis 70,5 Jahren angestiegen. Dieser Prozess entwickelt sich auch weiter. In diesem Zusammenhang steigt das Bedürfnis nach einem Seniorenheim von Jahr zu Jahr.

Altenheime gibt es kaum. Diese werden besonders auf den Dörfern mittlerweile vermehrt benötigt, da seit Jahren eine Land-Stadtflucht eingesetzt hat. Jüngere Menschen finden auf den Dörfern keine Arbeit. Da es für sie dort keine Zukunft gibt, entfliehen sie und lassen die alten Menschen zurück. Kleine Geschäfte und andere Einrichtungen schließen. Die alten Menschen sind in der Regel nicht mobil und benötigen zum Teil permanente Hilfe. Die Caritas versucht die Menschen in ihren zum Teil abgelegenen Holzhäusern zu erreichen. Da gerade diese Hilfebedürftigkeit jedes Jahr zunimmt, sind auch bei den karitativen Einrichtungen die Ressourcen schnell erschöpft. Helfen könnte da eine Zentralisierung – Bau von Altenheimen. Doch der weißrussische Staat investiert darin kaum. So sind wieder die karitativen Einrichtungen gefragt, einzuspringen und zu helfen.

Das Ziel der Bistumscaritas Grodno ist es nun, für ältere hilfebedürftige alleinstehende Menschen ein soziales zu Hause in Form eines Altenheimes zu schaffen. Damit soll die Not der dringend Hilfebedürftigen ein wenig verringert werden, besonders auch auf dem hygienischen und gesundheitlichen Sektor.

Die Bistumscaritas Grodno wird später das fertige Altenheim in Sopotskin leiten. Mit den geringen Renten der alten Menschen müssen diese ihre Unterbringung im Altenheim mitfinanzieren. Den Rest übernimmt die Caritas, welche auch vom Staat ein wenig unterstützt wird.

In dem Altenheim in Sopotskin werden später durch die Bistumscaritas bei der Aufnahme keine konfessionellen, finanziellen oder sonstigen Unterschiede gemacht. Einzig und allein steht die Dringlichkeit der Bedürftigkeit der Hilfe suchenden älteren Person im Focus.

Bereits Ende 2020 soll das Gebäude in Sopotskin nach drei Jahren fertiggestellt sein. 2021 werden die Inneneinrichtungen installiert und Ende 2021 finden dann bis zu 40 ältere hilfebedürftige Menschen ein neues Zuhause.

Unserm Verein ist es eine Herzensangelegenheit, auch hier tatkräftig zu unterstützen. So konnten wir die Georg-Kraus-Stiftung gewinnen, welche uns 2019 einen sechsstelligen Betrag zur Verfügung gestellt hat, um beim Bau des Altenheimes mitzuwirken. Auch nach Fertigstellung werden wir dieses Projekt weiter betreuen.

Projekt Altenheim in Sopockin bei Grodno
Projekt Altenheim in Sopockin bei Grodno
Projekt Altenheim in Sopockin bei Grodno
Projekt Altenheim in Sopockin bei Grodno
Projekt Altenheim in Sopockin bei Grodno

Staatliches Obdachlosenheim für Männer in Grodno

In Grodno unterhält der Staat ein Obdachlosenheim für Männer. Die Bistumscaritas Grodno unterstützt hierbei das staatliche Projekt, sowie auch verschiedenen Discounter, welche kostenlos abgelaufene (noch gut genießbare) Lebensmittel anliefern.

Die Obdachlosen haben die Möglichkeit, abends selbst etwas zu kochen und sich morgens ein Frühstück zuzubereiten.

Abends können die Hilfe suchenden Männer (nicht alkoholisiert!) ab 18:00 Uhr in das Obdachlosenheim. Rund 50 Betten stehen dort zur Verfügung. Weiterhin gibt es Dusch- und Kleiderwaschmöglichkeiten, sowie eine ärztliche Versorgung.

Um 8:00 Uhr morgens endet der Aufenthalt im Obdachlosenheim und die Männer müssen die Einrichtung wieder verlassen. Die Leitung des Obdachlosenheims übernehmen zwei pensionierte Polizeibeamte.

Auch hier unterstützen wir bereits mit zahlreichen Sachspenden (Kühlschrank, Nähmaschinen, Waschmaschinen u.v.m.). Zukünftig werden wir versuchen, die Not der Hilfesuchenden dort etwas zu lindern.

Staatliches Obdachlosenheim in Grodno
Staatliches Obdachlosenheim in Grodno
Staatliches Obdachlosenheim in Grodno

Bistumscaritas Grodno

Die Bistumscaritas in Grodno wird schon seit vielen Jahren von uns unterstützt. Die Mitarbeiter der Caritas vor Ort wissen, was genau wo an Hilfe benötigt wird. Zum einen verteilen sie Kleidung über die Kleiderkammer der Caritas, zum anderen lenken sie immer wieder unsere Aufmerksamkeit auf Menschen, die besondere Hilfsbedürfnisse haben.

Auch hier helfen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten sehr gerne.

Priesterseminar Grodno

Das Priesterseminar in Grodno und Prälat Lewinsky waren im Jahr 1994 die erste Anlaufstelle für die Hilfe aus Bergisch Gladbach. Seit dieser Zeit besuchen wir die Einrichtung jährlich und unterstützen sie im Rahmen unserer Möglichkeiten. Mit Prälat Lewinsky verbindet uns eine tiefe Freundschaft und es ist uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir ihn persönlich und das Seminar so gut es geht in unsere Hilfe mit einschließen.

Neben der laufenden Hilfslieferungen bestehend aus Kleidung, Nahrungsmitteln, Büro- und Studienmaterial sowie Hygieneartikel erhält jeder Seminarist als Geschenk zum erfolgreichen Abschluss am Seminar sein erstes Priestergewand. Speziell diese Spende lässt den Gedanken an unsere Hilfe lang fortleben und ist hochemotional.

Prijut und Waisenhaus in Radun

Waisenhaus

Radun liegt etwa eine Autofahrstunde von Grodno entfernt, im Grenzbereich zu Litauen. Hier gab es bis 2018 eine große staatliche Schule mit Waisenhaus, die etwa 180 Kinder aufnehmen konnte. Im Haus befand sich ein Internat; seit 2005 wurde dort auch eine Art Vorschule für Kinder ab drei Jahren angeboten. Zum größten Teil waren in dem Waisenhaus Sozialwaisen, also Kinder aus zerrütteten Familienverhältnissen, aus Obdachlosen- und Alkoholikerfamilien, aber auch etwa 40 Vollwaisen, meist Kinder aus Kriegsgebieten wie z.B. Tschetschenien. Die Kinder lebten gern hier und wurden von ihren 30 Lehrerinnen und Lehrern sowie 35 Erzieherinnen gut betreut. Zudem sorgten sieben Küchenangestellte und elf Arbeiter das ganze Jahr über für einen reibungslosen Tagesablauf. In den Sommermonaten jedoch sah das staatliche System vor, dass die Kinder das Haus verließen und zu Ihren Eltern oder Verwandten gehen mussten, nur die Waisenkinder konnten im Haus bleiben und wurden von einigen Erzieherinnen betreut. Mit dem Leiter der Einrichtung und seinem Team verband uns eine jahrelange (20 Jahre) freundschaftliche Beziehung. Bei unseren Besuchen ist es für die Kinder und uns schon eine liebe Tradition gewesen, in gemischten Mannschaften Fußball miteinander zu spielen. Der Spaß war auf beiden Seiten riesig. Auch verteilten wir an die Kinder mitgebrachte Süßigkeiten und kleine Spielsachen. Jedes Jahr hatten wir dort ein neues Projekt.

Seit 2018 wurden die meisten Waisenhäuser durch den Staat aufgelöst und die Kinder leben nun in Familien mit bis zu zehn anderen bei „Leiheltern“. In dem ehemaligen Waisenhaus in Radun befindet sich jetzt eine staatliche Grundschule (erste bis vierte Klasse).

Weiterhin ist in dem Gebäude auch das …

Prijut

… untergebracht. Dort werden Kinder und Jugendliche bis zu sechs Monate lang betreut. Dabei handelt es sich meist um sozial schwache Kinder, welche misshandelt wurden oder den Erziehungsberechtigten weggenommen wurden, weil diese wegen Alkoholproblemen oder anderen Schwierigkeiten nicht mehr bei den Eltern bleiben konnten. Innerhalb der sechs Monate wird durch den Staat dann eine Familie für das jeweilige Kind gesucht. Auch hier unterstützen wir aktuell mit zahlreichen Hilfsgütern und bringen natürlich bei unseren Besuchen viele Süßigkeiten mit.

Schlafraum im Waisenhaus Radun
Kinder im Waisenhaus Radun
Kinder im Waisenhaus Radun
Kinder im Waisenhaus Radun
Kinder im Waisenhaus Radun

Pallotinerschwestern in Woronovo

Bereits im Jahr 1993 haben polnische Pallottinerinnen nach der Ukraine auch in Weißrussland zwei Kommunitäten eröffnet, in Bereza und in Woronovo. Unser Kontakt kam durch die Pallottinerinnen im Vinzenz-Pallotti-Hospital in Bensberg zustande.

Die Schwestern nehmen Aufgaben in der Katechese wahr, bereiten Erwachsene auf den Sakramenten Empfang vor und sind in der Pfarreisarbeit tätig. Sie machen Besuche in Krankenhäusern und Altenheimen, kümmern sich um Obdachlose, versorgen in Suppenküchen die Allerärmsten und verteilen Kleidung an Bedürftige. Sehr viele Kinder und Jugendliche kommen regelmäßig nach der Schule zum Essen zu den Schwestern, während den Gebrechlichen, Alten und Kranken das Essen nach Hause gebracht wird. Zusammen mit Laien werden auch Angebote zur Erholung und Besinnung organisiert: für Kinder, Jugendliche, Behinderte und junge Ehepaare stehen Freizeiten, Ausflüge, Wallfahrten und Exerzitien auf dem Programm.

 

Sommerlager für Kinder in Netetsch

Wir unterstützen seit über 25 Jahren die Bistumscaritas Grodno bei deren diversen Projekten. Dazu zählt unter anderem auch das jährliche Sommerlager in dem Dorf Netetsch (Bezirk Lida im Kreis Grodno).

Die Sommerferien in Belarus dauern etwa drei Monate (Anfang Juni bis Ende August). In dieser Zeit können sich im Ferienheim Netetsch im Laufe des Sommers ca. 350 sozial schwache Kinder und Jugendliche bei insgesamt fünf Freizeiten erholen.

Die Kinder und Jugendlichen werden im Sommerlager verpflegt und durch Fachpersonal der Caritas betreut. Sie übernachten dort auch. Um die Qualität der Sommerlager weiterhin aufrechtzuerhalten bzw. zu verbessern, bat der Caritasdirektor des Bistums Grodno, Pfarrer Dr. Roman Raczko, den Verein Hilfe Litauen und Belarus e.V. um Unterstützung.

In den letzten Jahren besuchten wir die Sommerlager mehrmals und konnten uns vor Ort selber davon überzeugen, dass sich Kinder und Jugendlichen in guten Händen befanden. Es wurde mit ihnen gespielt, gebastelt, gesungen und vieles mehr. Sie waren sich nicht selber überlassen. Das Lächeln und die ausgestrahlte Fröhlichkeit der Kinder und Jugendlichen überzeugte uns immer wieder. Ein solch gute Einrichtung sollte durch uns auch zukünftig unterstützt werden. Daher kamen wir der Bitte des Caritasdirektors gerne nach.

So konnten wir bereits mit dem Sommerlagerprojekt 2018/2019 mit der Verdoppelungsaktion der Bethe-Stiftung für das Sommerlager ca. 12.000,- Euro zur Verfügung stellen. Damit halfen wir nachhaltig durch den Kauf von zahlreichen Spielgeräten, den Bau eines Pavillons u.v.m.

Mit einer weiteren Verdoppelungsaktion der Bethe-Stiftung riefen wir 2020 ein Brunnenprojekt ins Leben.  Mit einem eigenen Brunnen ist die Einrichtung des Sommerlagers nun unabhängig und hat zukünftig auch keine Wasserkosten mehr zu tragen. Dank zahlreicher großzügiger Spender konnten wir gemeinsam mit der Bethe-Stiftung die erforderlichen 5.500,- Euro aufbringen.

So möchten wir auch in Zukunft für eines der wertvollsten Dinge im Leben, „Kinder“, in Netetsch helfen. Gerne natürlich auch mit Ihrer finanziellen Unterstützung.

Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch
Sommerlager Netetsch

Suppenküche Grodno

Die Küche für Hilfebedürftige im Zentrum von Grodno ist eines der wohltätigen Projekte der Bistumscaritas Caritas der Diözese Grodno. Das Projekt hat eine lange Geschichte und Tradition. Es besteht seit 1996. Die Arbeit im Speisesaal wird von den Schwestern von Nazareth zusammen mit ehrenamtlichen Helfern durchgeführt.

Etwa 50 Menschen bekommen in den Sommermonaten täglich heiße Brotsuppe. Im Winter werden rund 200 Hilfebedürftige versorgt. Meistens sind es Bettler, Obdachlose und gerade aus dem Gefängnis entlassene Menschen, die eine Portion heiße Suppe zu sich nehmen. Die Essensausgabe ist täglich von 10.30 Uhr  bis 14.30 Uhr.

Die Finanzierung des Betriebs der Suppenküche erfolgt aus Mitteln von Renovabis und weiteren Hilfsorganisationen. Ergänzend hat unser Verein die Zusage zur Finanzierung von Lebensmitteln auch für die Zukunft zugesagt.

Suppenküche in Grodno
Suppenküche in Grodno

Altenheim St. Hedwig im Dorf Kamenka

Kamenka ist ein kleines Dorf östlich von Grodno gelegen. Wie in sehr viele Dörfer in Belarus ist auch Kamenka durch die Stadt-Landflucht geprägt. Davon betroffen sind die alten Bewohner der Dörfer, die meist in ihren Holzhäusern zurückbleiben. Dort sind die Bedingungen äußerst hart für sie: Die Toiletten befinden sich beispielsweise oft in einem Häuschen im Garten. Viele Haushalte sind nach wie vor nicht an das Wassersystem angeschlossen und so müssen die alten Menschen ihr Wasser aus einem Brunnen im Garten holen. In der Winterzeit kommt es nicht selten vor, dass die Bewohner bis zu drei Monate zweistellige Minusgrade überstehen müssen.

Da die Bedürftigkeit dieser Menschen rapide zugenommen hat und auch nicht mehr alle mobil versorgt werden können, entstehen vielerorts „Altenheime“. So auch in Kamenka. Dort gibt es mittlerweile zwei kleine Gebäude, in welchen etwa 85 Menschen auf engstem Raum zusammenwohnen. Es ist nicht selten, dass sich bis zu sechs ältere Menschen ein Zimmer teilen müssen. Die Ausstattung umfasst nur das Nötigste. Darüber hinaus kommt es vor, dass Betten in den Fluren aufgestellt werden. Dieses ist allerdings für die Menschen immer noch besser, als alleine zu Hause zu leben.

Einmal in der Woche kommt in Kamenka ein Arzt vorbei und stellt die ärztliche Versorgung sicher. Bei Bedarf sind mehrmals in der Woche im Altenheim auch Krankenschwestern zur Stelle.  Vier ältere Schwestern des Schwesterordens „Mutter der Barmherzigkeit“ und einige ehrenamtliche Helfer versorgen die Menschen.

In Kamenka unterstützen wir jedes Jahr neben Lebensmitteln vor allem mit Gehhilfen und Rollatoren. Darüber hinaus erhält das Altenheim von uns auch Hygieneartikeln, Betteinlagen und die besonders dringend benötigten Inkontinenz Produkte.

Altenheim in Kamenka
Altenheim in Kamenka
Altenheim in Kamenka
Altenheim in Kamenka